Gesucht: Engagierte Ehrenamtliche für unbegleitete minderjährige Geflüchtete!

lifeline e.V. unterstützt und begleitet seit 2004 unbegleitete minderjährige Geflüchtete. Die Kinder und Jugendlichen, die ohne ihre Eltern in Deutschland ankommen, sind besonders schutzbedürftig und benötigen Unterstützung. Um den Kinder und Jugendlichen bestmöglich zur Seite zu stehen, sind wir immer auf der Suche nach engagierten Ehrenamtlichen! Wir suchen Menschen, die bereit sind,

  • eine ehrenamtliche Vormundschaft zu übernehmen
  • einen jungen Volljährigen oder eine junge Volljährige im Alltag zu begleiten
  • junge Flüchtlinge im schulischen Bereich zu unterstützen

Alle bei lifeline e.V. ehrenamtlich tätigen haben die Möglichkeit an Fortbildungen und Erfahrungsaustauschen rund um das Thema „Unbegleitete minderjährige Geflüchtete“ teilzunehmen. Außerdem bieten wir eine enge Begleitung durch einen hauptamtlichen Mitarbeiter an, der Ihnen bei Fragen zur Seite steht. Wir freuen uns, wenn Sie Lust haben bei uns mitzuwirken und in Kontakt zu jungen Geflüchteten zu kommen!

Kontakt:
lifeline Vormundschaftsverein im Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein e.V.
Sophienblatt 64a, 24114 Kiel, Tel. 0431-2405828, lifeline@frsh.de

Kundgebung der Seebrücke Kiel, 06.07.19, 11:00 Uhr, Europa-Platz

lifeline ruft auf zur Kundgebung der Seebrücke in Kiel!

Datum | Zeit
06.07.2019 | 11:00 – 12:00

Veranstaltungsort
Europaplatz
24103 Kiel

Kundgebung: Für die Rechte von Geflüchteten und #FreeTheShips!

Samstag, 06.07.2019 | 11 Uhr | Europaplatz

Carola Rackete ist frei. doch nichts ist gut. Die Kapitänin der Sea Watchhat den Notstand an Bord der Sea-Watch 3 ausgerufen und ist nach über zweiwöchiger Hängepartie auf eigene Faust in italienische Gewässer gefahren. Carola Rackete machte das einzig Richtige: Sie rettete Leben, bewies Haltung und verteidigte die Menschenrechte. Das können und müssen wir auch tun und deswegen rufen wir am 06.07. zu bundesweiten Demos für die Rechte von Geflüchteten und #FreeTheShips! auf.

Aktuell ertrinkt jede sechste Person während des Fluchtversuchs über das Mittelmeer. Gleichzeitig werden Seenotretter*innen für das Retten von Menschenleben bestraft: italienische Behörden verhafteten Kapitänin Carola Rackete noch in der Nacht des Anlegens und beschlagnahmten die “Sea Watch 3”. Statt alles daran zu setzen, Menschenleben zu retten, erleben wir von Seiten der europäischen Nationalstaaten einen Tiefpunkt von Solidarität und Menschlichkeit: Menschen werden in libysche Folterlager zurückgewiesen, die Rettung von Menschen wird aktiv blockiert und zivile Seenotrettungsschiffe, wie zuletzte die Sea Watch 3, werden über Wochen daran gehindert, mit geretteten Menschen an Bord in einen Sicheren Hafen zu fahren.

DIE MENSCHLICHKEIT WIRD ANGEGRIFFEN, ES IST ZEIT ZU HANDELN. WIR RUFEN DEN NOTSTAND DER MENSCHLICHKEIT AUS! DIESER NOTSTAND WIRD SOLANGE ANDAUERN, BIS SICH EUROPÄISCHE STAATEN AUF EINEN SOLIDARISCHE UND HUMANEN VERTEILUNGSMECHANISMUS ALLER GERETTETEN VERSTÄNDIGT HABEN UND ALLE SEENOTRETTER*INNEN WIEDER FREI SIND.

Wie Carola werden wir nicht mehr warten. Solange die EU und die europäischen Regierungen untätig sind, werden wir, die Zivilgesellschaft, es sein, die sich schützend vor die Menschenrechte stellt und Widerstand leistet! Wir sind eine europaweite Gesellschaft der offenen Herzen, solidarischen Kommunen und Sicheren Häfen. Wenn die EU nicht in der Lage ist, die Verantwortung zu übernehmen, werden wir es tun.
Schließt Euch uns an, werdet aktiv und kommt am 06.07. auf die Straße: Für die Rechte von Geflüchteten, Seenotrettung ist kein Verbrechen und #FreeTheShips!

Unsere Kundgebung haben wir so gelegt, dass direkt im Anschluss zum CSD Kiel Demonstration 2019 gegangen werden kann.

Bitte verzichtet auf Symbole eurer Partei und auf Nationalflaggen.

Demo 02.07.19 Freiheit für Carola Rackete – Seenotrettung ist kein Verbrechen

Datum | Zeit
02.07.19, 19:00 Uhr

Veranstaltungsort
Hauptbahnhof Kiel

Aufruf der Seebrücke Kiel:
Wir fordern Freiheit für Carola Rackete!

In der Nacht vom 28.06. auf den 29.06. entschied sich die Kapitänin der
Sea-Watch 3, Carola Rackete, in den Hafen von Lampedusa einzulaufen, um
die verbliebenen 40 Geflüchteten nach 17-tägiger Tortur auf See endlich an
Land zu bringen. Carola wurde nach dem Anlegen von den italienischen
Behörden festgenommen und steht weiterhin unter Hausarrest. Ihr wird nun
vorgeworfen, sie habe beim Anlegen Widerstand gegen ein Kriegsschiff
geleistet und Beihilfe zur illegalen Einwanderung geleistet. Damit drohen
ihr bis zu zehn Jahre Gefängnis.

Wir reihen uns ein in die vielfachen Solidaritätsbekundungen für Carola
Rackete und Sea-Watch. Die Kriminalisierung der Seenotretter*innen durch
die italienische Regierung wird stetig verschärft und die übrigen
EU-Staaten schauen dabei zu. Durch die Abschottungspolitik der EU wird das
Leid der Flüchtenden weiter vorangetrieben, die in den libyschen
Gefängnissen von Menschenrechtsverletzungen betroffen sind. Seit Jahren
streiten die Staaten der Europäischen Union über die Verteilung der
Geflüchteten und fallen dadurch immer weiter in nationale
Abschottungsmechanismen zurück. Durch die Dublin-III-Verordnung, die das
Asylverfahren nach dem Übertreten der EU-Grenze regelt, aus dem Jahr 2013
wird der italienische Staat seit Jahren von den restlichen EU-Staaten im
Stich gelassen, was in der Folge zu einer feindlichen Stimmung gegenüber
flüchtenden Menschen in Teilen der italienischen Bevölkerung führte und
auch den rechts-nationalen Matteo Salvini zur Macht verhalf.

Wir fordern ein Ende der staatlichen Repressionen gegenüber den
Seenotretter*innen im Mittelmeer und die Freisetzung der Kapitänin Carola
Rackete! Die Grundwerte, die seit der Gründung der Europäischen Union
hochgehalten werden, werden von den eigenen Mitgliedsstaaten missachtet
oder die Verletzung stillschweigend in Kauf genommen. Wir fordern die EU
dazu auf endlich sichere Fluchtwege zu schaffen und die Außengrenzen der
EU nicht weiter auf den afrikanischen und asiatischen Kontinent
auszuweiten! Mit der Diskussion über das Retten oder das Ertrinken lassen
von Menschen auf der Flucht, begann in Europa der Zerfall der
Menschenrechte. Menschen, die andere Menschen vor dem sicheren Tod auf See
bewahren, dürfen niemals als Verbrecher*innen behandelt werden!

Unsere Arbeit soll ein Bewusstsein für die Seenotrettung im Mittelmeer
schaffen, bei der die Flüchtenden klar im Vordergrund stehen. Doch die
anhaltenden Repressionen gegen die Seenotretter*innen werden immer mehr
zum eigentlichen Thema in der Öffentlichkeit, wohingegen das Retten der
Menschen in den Hintergrund rückt. Wir werden weiterhin für die Rettung
der Menschen einstehen!

Kommt mit uns am 02.07.2019 auf die Straße und zeigt euch solidarisch mit
Carola Rackete und den vielen weiteren Seenotretter*innen und insbesondere
mit den Menschen auf der Flucht!

Bitte verzichtet auf Symbole eurer Partei und auf Nationalflaggen.

www.seebruecke-kiel.de

 

lifeline auf der Kieler Woche am 24.06.

Datum | Zeit
Montag, 24.06., 13 – 18 Uhr

Ort
Ratsdienergarten, Kiel

Im Rahmen der Kieler Woche 2019 präsentiert sich der lifeline e.V. am Montag den 24.06. von 13 – 18 Uhr im Ratsdienergarten mit einem Infostand. Dort gibt es die Gelegenheit, sich über unseren aktuellen Stand der Vereinsarbeit zu informieren und die hauptamtlichen Mitarbeitenden kennenzulernen. Auch sind wir gern bereit, über die gegenwärtige Situation von unbegleiteten minderjährigen Geflüchteten aufzuklären und darzustellen, in welchem Maße sich die aktuellen politischen Entscheidungen auf diese Personengruppe auswirkt.

Wir freuen uns auf zahlreiches Erscheinen und verbleiben bis dahin mit vielen Grüßen
Das lifeline-Team

Offener Austausch Do. 20.06.19, 18 Uhr bei lifeline, Sophienblatt 64a, Kiel

Liebe Vormunde, Begleitpersonen, Nachhilfekräfte und Interessierte,

der lifeline e.V. lädt zum Austauschtreffen der Ehrenamtlichen am Do 20.06. um 18 Uhr in die Räumlichkeiten Sophienblatt 64a, 4. Stock ein.

Der Termin für so ein Treffen findet sehr kurzfristig statt, da ja die Sommerferien und auch die Kieler Woche vor der Tür stehen. Gemeinsam können wir uns über den aktuellen Stand hinsichtlich „eurer Jugendlichen/jungen Erwachsenen“ austauschen und etwaige Hürden und Probleme in der ehrenamtlichen Arbeit direkt besprechen.
Eine kurze Rückmeldung, wer an besagtem Termin teilnimmt, wäre schön. Gern unter der Mailadresse konrad.paul@lifeline-frsh.de

Es grüßt freundlich und wünscht bis dahin eine gute Zeit
Konrad Paul
Projektmitarbeiter Frische Brise

Demo 12.06.19: HIERGEBLIEBEN! Gegen Abschiebung, Polizeiallmacht und Rassismus

Datum | Zeit
12.06.2019 | 18:00 – 19:30

Veranstaltungsort
Platz der Matrosen, 24103 Kiel

Am 12. Juni rufen wir gemeinsam mit Jugendliche Ohne Grenzen und vielen weiteren Unterstützer*innen zur Hiergeblieben! Gegen Abschiebung, Polizeiallmacht und Rassismus-Demo gegen die Innenministerkonferenz 2019 in Kiel auf:

#Hiergeblieben Demonstration
Gegen Abschiebung, Polizeiallmacht und Rassismus.

Facebookveranstaltung:
https://www.facebook.com/events/2017095575266700/

In Bund und Ländern werden Gesetze und Maßnahmen vorangetrieben, die den Schutzanspruch von Geflüchteten und das Engagement der mit ihnen solidarischen Bürger*innen in Frage stellen.
Anlässlich der Frühjahrskonferenz der Innenminister des Bundes und der Länder vom 12. bis zum 14.6.2019 in Kiel fordern wir ein angstfreies Leben und Bleiberecht für alle Geflüchteten sowie das Ende der Kriminalisierungsversuche solidarischen Engagements von Bürger*innen!

Durch Abschottung der nationalen und europäischen Grenzen sowie die soziale Isolierung Geflüchteter in Lagern und Abschiebungen u.a. in Kriegs- und Krisengebiete wie Afghanistan und den Irak wollen Innenpolitiker*innen Deutschland vor Schutzsuchenden „schützen“. Mit solcher Politik werden jedoch nur rassistische Stimmungen in der Gesellschaft befördert.
Geflüchtete und nichtweiße Menschen, werden zunehmend Opfer rassistischer Anfeindungen. Sie fühlen sich bedroht und unerwünscht in Deutschland. Rassistische Hetze passiert längst nicht nur in den sogenannten sozialen Medien, sondern auch öffentlich im Alltag. Sie hat auch Einzug in den Bundestag und in Länderparlamente gefunden.
Zu den Diskriminierungserfahrungen kommt bei 180.000 Geduldeten bundesweit – davon sind 50.000 Kinder und Jugendliche – die Angst, gegen ihren Willen zur „freiwilligen“ Rückkehr überredet oder abgeschoben zu werden. Auch gut integrierte Menschen laufen Gefahr, aus ihrem Arbeitsumfeld, einer Ausbildung, aus Schule, Kita und Nachbarschaft gerissen zu werden. Sie werden Gefahren für Leib, Leben und Freiheit im Herkunftsländern ausgesetzt oder erleiden soziale Nöte und Kettenabschiebungsrisiken im Dublin-Vertragsstaat.
Eine solche Hau-ab-Politik wird weder durch die Zahl der Schutzsuchenden, noch die herrschenden demographischen und sozialen Bedarfe auch des Arbeitsmarkts gerechtfertigt.

Wir sagen: Statt Angst zu verbreiten muss der Staat Sicherheit geben!

Während des Asylverfahrens und während der oft jahrelangen Duldung gelten vielerlei bürokratische Hürden. Eine Teilhabe an der Gesellschaft wird erschwert: Erwerbsarbeit und eine Ausbildung unterliegen bürokratischen Hindernissen, die ohne Unterstützung kaum zu überwinden sind, oder sind gleich ganz verboten. Bildungsförderung wird in der Regel nicht gewährt.
Das gilt insbesondere für Geflüchtete, die in Lagern und Sammelunterkünften leben müssen. Die dort geltende soziale Isolierung, handgreifliche Konflikte und Kontrollen machen Betroffene krank. Hier kann nicht gelernt oder gearbeitet, können keine sozialen Kontakte geknüpft und gepflegt werden. Unterstützer*innen haben zu diesen Orten oft nur einen erschwerten Zugang.

Wir sagen: Menschen müssen an der Gesellschaft durch Arbeit und Bildung teilhaben können!

Schon lange wird nach Afghanistan abgeschoben. Internationale Menschenrechtsorganisationen und Medien zählen täglich in Afghanistan die Toten, die Zivilbevölkerung wird in einem Klima ständiger Angst und Attentatsgewalt zermürbt und außer Landes getrieben, Rückkehrer*innen kommen um: Alles tut offenbar nichts zur Sache. Bei der Innenministerkonferenz steht die Ausweitung der Abschiebungen auf der Tagesordnung. Selbst eine Rückkehr nach Syrien und in den Irak halten Innenpolitiker*innen für zumutbar.
Wir sagen: Schäm dich Deutschland!
Europa macht dicht und hat seine humanitären Ziele in libyschen Folterzentren, in informellen französischen Elendscamps, bulgarischen und griechischen Internierungslagern und auf dem Grund des Mittelmeers begraben.
2.297 Geflüchtete fanden 2018 den Tod im Mittelmeer. Flüchtlingen wird das Entkommen aus der Gewalt, Not und Verfolgung in Herkunftsländern und der Folter und Versklavung in den Transitländern versperrt. Anstatt selbst die Rettung zu organisieren, lassen EU-Staaten ihre Polizei und Staatsanwaltschaften gegen zivile Seenothelfer*innen ermitteln und Schiffe beschlagnahmen. Obwohl sich allein in Deutschland bereits mindestens 30 Städte und Kreise zu sicheren Häfen erklärt haben, blockiert das Bundesinnenministerium weiterhin, dass Geflüchtete dort Aufnahme finden können. Das Mittelmeer ist derweil zum Massengrab verkommen.
Auch in Deutschland wird die Justiz in Marsch gesetzt. Neue Polizeigesetze sollen Identitätsfeststellungshaft ohne richterliche Kontrolle ermöglichen. Festsetzung und Freiheitsentzug wegen pauschalen Generalverdachts und rassistische Kontrollen gegen (vermeintlich) Nichtdeutsche drohen Alltag zu werden. Pastor*innen finden sich wegen ihrer Kirchenasyle unter Anklage. Das Bundesinnenministerium bedroht inzwischen auch Flüchtlingsräte mit langjährigen Haftstrafen.

Wir sagen: Nein zu Kriminalisierung von Flucht, Flüchtlingshilfe und Seenotrettung!

Das alles wollen wir nicht hinnehmen. Darum rufen wir anlässlich der Innenministerkonferenz (IMK) für Mittwoch, den 12.06.2019, in Kiel gemeinsam zur Demonstration auf gegen eine Politik, die sich in der Ausgrenzung der Schutzsuchenden und ihrer Unterstützenden genügt.

Wir fordern von den Innenministern des Bundes und der Länder eine Politik ein, die allen Menschen in Deutschland ein Leben frei von Angst, Ausgrenzung, rassistischer Gewalt und Abschiebung gewährleistet.
Flucht ist kein Verbrechen! Kein Menschenleben ist verhandelbar!

WIR FORDERN:
• Bedingungsloses Bleiberecht für alle Geflüchteten!
• Sichere Fluchtwege nach Europa! Schafft sichere Häfen! Unterstützung für kommunale Aufnahmebereitschaft!
• Bildungszugänge für Kinder und Jugendliche unabhängig vom Aufenthaltsstatus!
• Chancengleichheit bei Bildung, Ausbildung und Arbeit!
• Abschaffung ALLER ausgrenzenden Gesetze und Regelungen wie Residenzpflicht, Asylbewerberleistungsgesetz, Lagerunterbringung (z.B. in AnkER-Zentren)!
• Abschaffung der Abschiebehaft!
• Legalisierung von Menschen ohne Papiere!
• Vollständige Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention für Flüchtlingskinder auch in der Praxis!

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Erstunterzeichner*innen

Antidiskriminierungsverband Schleswig-Holstein (advsh) e.V.
AWO Landesverband Schleswig-Holstein e.V.
Der Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge – BumF
Bündnis gegen Rechts Nordfriesland
DGB Kiel Region
Flüchtlinge Willkommen
Flüchtlingsbeauftragte des ev.-luth. Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg
Flüchtlingsforum Lübeck e. V.
Flüchtlingshilfe Flensburg
FOERDEreverein Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein e. V.
Geschäftsstelle Echte Vielfalt
GRIPS Theater
HAKI e.V.
Humanistische Union Lübeck
Kieler Friedensforum
kulturgrenzenlos e.V.
Die Landesflüchtlingsräte
Flüchtlingsrat Baden-Württemberg e.V.
Bayerischer Flüchtlingsrat
Flüchtlingsrat Berlin e.V.
Flüchtlingsrat Brandenburg
Flüchtlingsrat Bremen
Flüchtlingsrat Hamburg e.V.
Hessischer Flüchtlingsrat
Flüchtlingsrat Mecklenburg–Vorpommern e.V.
Niedersächsischer Flüchtlingsrat e.V.
Flüchtlingsrat NRW e.V.
AK Asyl – Flüchtlingsrat RLP e.V.
Saarländischer Flüchtlingsrat e.V.
Flüchtlingsrat Sachsen-Anhalt e. V.
Sächsischer Flüchtlingsrat e. V. (SFR e. V.)
Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein e.V.
Flüchtlingsrat Thüringen e.V.
lifeline e. V.
Motorradclub Kuhle Wampe Kiel
Ökum. Bundesarbeitsgemeinschaft Asyl in der Kirche e.V.
OMAS-GEGEN-RECHTS-KIEL
Der PARITÄTISCHE Schleswig-Holstein
PETZE-Institut für Gewaltprävention
Queer Refugees and Migrants Network Kiel
Refugee Law Clinic Kiel e. V.
Refugee Welcome Flensburg
Refugio Stiftung Schleswig-Holstein
Runder Tisch gegen Rassismus und Faschismus Kiel
Seebrücke Kiel
SJD – Die Falken Schleswig-Holstein
Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten Schleswig-Holstein
ZBBS e. V.
Jugendliche ohne Grenzen

Lifeline hat auch nach 15 Jahren viel zu tun

Erfreut über die Hilfe (v.li.) Werner Mauren (Vorstand Lifeline), Hassan G., Michael Kunkel (PSD Bank), Mike Römer (Louf), Thomas Schöpel (Vorstand Lifeline), Kirsten Heukamp (Lifeline) und Stefanie Röpke (Lifeline).


Kiel. Diese Bilanz ist mehr als erfreulich: In den 15 Jahren seit der Gründung hat Lifeline, der gemeinnützige Vormundschaftsverein im Flüchtlingsrat SH, in und um Kiel rund 500 minderjährigen Flüchtlingen Hilfe vermittelt. Und zwar sehr konkrete Hilfe: Lifeline vermittelt ehrenamtliche Vormünder, die die Heranwachsenden unterstützen. Der Verein berät und begleitet die jungen Menschen auch im Asylverfahren.

Gestern gab es Unterstützung von der PSD Bank in Form einer 5.000-Euro-Spende. „Das Geld ermöglicht es Lifeline, wichtige Informationsveranstaltungen für die Ehrenamtlichen durchzuführen“, teilte der Verein mit. Dabei gehe es um Inhalte wie „Rechte und Pflichten eines Vormunds“, Identitätsklärung und Passbeschaffung“ oder „Grundlagen zum Arbeitsmarktzugang“. Damit sollen Ehrenamtler in die Lage versetzt werden, wirkungsvoll zum Nutzen ihrer minderjährigen Mündel handeln zu können. „Die jungen Geflüchteten sind oft traumatisiert von dem Geschehen in ihrer Heimat und von den Erlebnissen auf der Flucht“, sagt Michael Kunkel, Vorstand der PSD Bank. „Umso mehr bin ich erfreut, dass wir nun mit Geldern des Gewinnsparens einen so wichtigen Einsatz fördern können.“

Dass die Spendenübergabe im Restaurant Louf direkt an der Kiellinie erfolgte, war kein Zufall. Dort wird nämlich Hassan G. seit dem vergangenen Oktober zum Koch ausgebildet. Hassan kam Anfang 2015 aus Afghanistan nach Deutschland. „Ich komme aus einer Provinz, die von Deutschland als sicher angesehen wird. Mein Vater und mein Onkel wurden aber dort von den Taliban umgebracht, ich selber wurde auch bedroht.“ Hassan hat viel Hilfe durch Lifeline erhalten und gibt nun sein Wissen über Deutschland an andere Flüchtlinge weiter. „Für mich ist Deutschland ein Land mit Möglichkeiten, die es in Afghanistan nicht gibt: dass man sagen kann, was man will, dass man Respekt vor anderen hat, dass Gesetze eingehalten werden und nicht Willkür herrscht.“ Hier gebe es strenge, „aber ehrliche“ Behörden statt Korruption, „Frauen und Männer haben dieselben Rechte“, lobt Hassan.

Lifeline-Mitarbeiterin Stefanie Röpke bedauert jedoch, dass nicht alle Behörden in Deutschland die Bemühungen um Integration unterstützen. „Ich stelle in unseren Beratungsgesprächen immer häufiger fest, dass vorhandene Ermessensspielräume zum Nachteil der Geflüchteten angewandt werden.“

Quelle: Kieler Nachrichten, 3.4.19
Foto: Kieler Nachrichten

Arbeitsmarktzugang für geflohene Menschen

Grundlagen des Arbeitsmarktzugangs für zu uns geflohene Menschen ist das Thema der Fortbildungsveranstaltung bei lifeline e.V., Sophienblatt 64a, 4. Stock, 24114 Kiel, am 6. März 2019 von 16 bis 18 Uhr zu dem wir Sie und Euch herzlich einladen.

In dem Seminar wird Catharina Nies einen Überblick über die Zugänge zu Einstiegsqualifizierung, Ausbildung, Ausbildungsförderung und Beschäftigung je nach Aufenthaltsstatus geben. Sie erfahren, welche Behörden zuständig sind und welche Vorbedingungen zu erfüllen sind.

Catharina Nies arbeitet als Fachreferentin im Büro des Landeszuwanderungsbeauftragten und war u.a. zuvor bei der IHK Flensburg zuständig für den Themenbereich Arbeitsmarktintegration, baute das Ausbildungsprogramm „Festmachen auf Sylt“ auf und leitete in Süddeutschland einen Jugendmigrationsdienst.

Anmeldungen bitte im lifeline Büro unter : 0431-240 58 28 oder per E-Mail unter lifeline@frsh.de

Aktuelle Stellungnahme zum geänderten Gesetzentwurf über den Vollzug der Abschiebungshaft in Schleswig-Holstein

Der lifeline Vormundschaftsverein spricht sich grundsätzlich gegen die Inhaftierung von unbegleiteten minderjährigen Geflüchteten zum Zwecke der Beendigung des Aufenthalts in Deutschland bzw. Durchsetzung der Ausreisepflicht aus. Die vollständige Stellungnahme von lifeline kann hier gelesen und runtergeladen werden.

Exportweltmeister Europa

Die europäische Migrations- und Wirtschaftspolitik steht vor großen Herausforderungen: Während Europa die Zuwanderung durch eine Verlagerung des Grenzschutzes immer stärker einschränkt, werden in zahlreichen Herkunftsländern die wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Lebensgrundlagen gefährdet oder zerstört und damit reihenweise Gründe geschaffen, Perspektiven an anderen Orten zu suchen. Mit einem Film möchten wir auf diese Thematik aufmerksam machen und zum Gespräch mit Fachreferenten einladen. Der Eintritt für die Veranstaltungen ist frei.

Film: Life Saaraba Illegal
im Gespräch mit Francisco Mari,
Referent für Welternährung, Brot für die Welt

Montag, 28.1.2019, 19 Uhr, Hörsaal, RBZ Wirtschaft, Westring 444, Kiel
Dienstag, 29.1.2019, 19 Uhr, KDW Neumünster, Waschpohl 20, Neumünster

Anmeldung bis zum zum 24.1.2019:
Kirsten Lemke, 04331 593 412, lemke@diakonie-sh.de

Weitere Infos im zu dem Film gibt es hier.