Frische Brise 2019

Qualifizierung und Begleitung von Einzelvormündern für unbegleitete minderjährige Geflüchtete und Begleiter*innen für junge Volljährige

Im Rahmen dieses Projekts akquiriert lifeline Ehrenamtliche, die bereit sind Einzelvormundschaften für unbegleitete minderjährige Geflüchtete oder Begleitungen für junge volljährige Geflüchtete zu übernehmen. Die Ehrenamtlichen werden auf die Übernahme einer Einzelvormundschaft oder Begleitung eines jungen Volljährigen in Einzelgesprächen vorbereitet  und mit dem Schutzkonzept lifelines vertraut gemacht.

Die Vermittlung der Ehrenamtlichen an die jungen Geflüchteten erfolgt nach Absprache mit den Amtsvormündern und einer schriftlichen Einverständniserklärung des jeweiligen Jugendlichen oder jungen Volljährigen. Die Übernahme der Begleitung eines jungen Volljährigen erfolgt informell, eine Einzelvormundschaft für einen unbegleiteten minderjährigen Geflüchteten wird nach ihrer Beantragung durch das Familiengericht eingerichtet.

Die Projektmitarbeiter*innen stehen den Ehrenamtlichen über die gesamte Laufzeit in allen Bereichen der Vormundschaft oder Begleitung mit Beratung und Unterstützung zur Seite. Außerdem werden für die Ehrenamtlichen regelmäßige Treffen zum offenen Austausch organisiert und Fortbildungen mit externen Referenten angeboten zu Themen wie

  • Interkulturelle Kompetenz
  • Kinder- und Jugendhilfegesetz (SGB VIII) / Vereinseigenes Schutzkonzept
  • Asylrecht, Asylverfahren, Aufenthaltsrecht
  • Schulische und berufliche Bildungsmöglichkeiten
  • Partizipation von Jugendlichen
  • Erkennen fluchtspezifischer Traumatisierung
  • Psychosoziale Beratung und Konfliktlösungen in Alltagssituationen
  • Informationen zu den jeweiligen Herkunftsländern

Damit die Vormünder und Begleiter*innen die jungen Geflüchteten in ihren aufenthaltsrechtlichen Verfahren versiert vertreten oder unterstützen können, bietet lifeline jedem Vormund bzw. jeder Begleiter*in ein gründliches, auf den Einzelfall bezogenes, aufenthaltsrechtliches Clearingverfahren an. Dessen Ergebnisse dienen den Vormündern und den Begleiter*innen als Grundlage zur Unterstützung der Geflüchteten in deren aufenthaltsrechtlichen Verfahren.

Da der Bildungsstand der jungen Geflüchteten sehr heterogen ist, werden im Rahmen dieses Clearingverfahrens auch deren persönliche Ressourcen im Bildungsbereich abgeklärt. Zusätzlich wird auf passende Angebote zu Spracherwerb, Bildung und Ausbildung hingewiesen.

Das Projekt mit der Laufzeit vom 1.1.2019 bis 31.12.2019 wird gefördert vom Ministerium für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren des Landes Schleswig-Holstein und der UNO Flüchtlingshilfe e.V.

    

Ansprechpartner:
Konrad Paul
Tel. 0431 – 240 58 27
konrad.paul@lifeline-frsh.de